Asiatische Streifenhörnchen

Asiatische Streifenhörnchen


Läuse

 

Läuse

 

Laus

Merkmale

Tierläuse (Phthiraptera) gehören zu den flügellosen Insekten. Sie werden in der Regel 1 – 6 Millimeter gross und sind daher mit blossem Auge erkennbar. Es gibt etwa 3500 Arten, wovon 650 bis 1000 in Mitteleuropa verbreitet sind.

Charakteristisch für Tierläuse sind ihre meist stark abgeflachten, ovalen Körper, ohne Flügel. Meist haben sie einen vorstehenden Kopf mit stechend- saugenden, seltener beissenden Mundwerkzeugen. Läuse haben relativ kurze Beine, die mit Klammermechanismen ausgestattet sind, um sich am Wirt festhalten zu können und die einzelnen Segmente des Thorax sind verwachsen.

Im Gegensatz zu anderen Parasiten haften die ovalen, transparent bis bräunlichen Eier (Nissen) von Läusen relativ gut an den Haaren, so dass sie nur mit einem gewissen Widerstand vom Haar gestreift werden können.

 

Lebensweise

Läuse sind ihrem Wirt in der Regel treu und sind ein Wechsel des Wirtstyps ist eher selten. Der Entwicklungszyklus findet (Eier, Larve, Laus) vollständig auf dem Wirt statt und so sind kaum Läuse im Lebensumfeld des Wirts zu finden. Eine Übertragung findet in der Regel nur durch direkten Körperkontakt statt und eher selten durch die gemeinsame Nutzung eines Schlafplatzes oder eines Kamms. Eine Ausnahme bildet die Kleiderlaus, die auch über die Kleidung übertragen werden kann.

Da Läuse sehr wirtsspezifisch sind, findet in der Regel keine Übertragung vom Tier auf den Menschen statt. Dennoch kann es mal vorkommen, dass Tierläuse den Menschen als Zwischenwirt benutzen, bis sie einen anderen geeigneten Wirt gefunden haben. Umgekehrt sind Kopf- und Kleiderläuse in der Regel nicht auf den Haustieren zu finden.

Läuse ernähren sich von Blut und sind in dieser Hinsicht ausgesprochen aktiv. Entsprechend kann ein starker Läusebefall bei kleineren Tieren zu einem beträchtlichen Blutverlust führen.

Um zu überleben, müssen Läuse alle 2 – 4 Stunden Blut aufnehmen. Können Läuse längere Zeit kein Blut saugen, beispielsweise, weil sie aus dem Fell gefallen sind, überleben sie in der Regel nicht länger als einen Tag.

 

Läuse bei Streifenhörnchen

In der Innenhaltung sind Läuse bei Streifenhörnchen nur sehr selten anzutreffen. Auch eine Übertragung von Läusen durch andere Haustiere, wie Katzen und Hunde ist eher selten, da Läuse sehr wirtsspezifisch sind und ihren Wirt nach Möglichkeit nicht verlassen. Entsprechend findet man auch im Lebensumfeld von Katzen und Hunden in der Regel nur selten Läuse, weshalb die Chance, dass ein Streifenhörnchen während dem Freilauf befallen wird eher gering ist.

 

Symptome

Läuse irritieren in der Regel ihre Wirte sehr und verursachen erheblichen Juckreiz. Das dadurch provozierte Kratzen führt dann nicht selten zu erheblichen Kratzwunden, was zu Entzündungen der Haut und Haarausfall führen kann. Offene Wunden sind wiederum Eintrittspforten für Bakterien, wie z.B. Streptokokken und Staphylokokken und andere Erreger.

 

Krankheitsüberträger

Läuse können Überträger von Krankheiten sein. In Studien nachgewiesen wurden beispielsweise die Übertragung von Rickettsia prowazekii (Erreger des Fleckfiebers), Bartonella quintana (Erreger des Fünf-Tage-Fiebers) Spirochaeten (Erreger des europ. Rückfallfiebers) und andere Bakterien wie Tularämie und Salmonellosen. Diese gefährlichen Bakterien sind in Europa sehr selten, aber in einigen Entwicklungsländern weit verbreitet. Die Bakterien gelangen beim Blutsaugen über den Speichel der Kopflaus direkt in die Blutbahn des Menschen. Eitererreger werden dagegen passiv über Beine und Körper der Läuse von einer infizierten Stelle der Kopfhaut auf andere Stellen verschleppt.

Ausserdem kommen Flöhe als Überträger von Bandwürmern (Dipylidium caninum, Gurkenkernbandwurm) in Frage. Dies, wenn Flöhe versehentlich bei Versuch, den Juckreiz zu stillen vom Wirt zerbissen und verschluckt werden.

 

Prophylaxe und Therapie

Bei Menschen ist die Prophylaxe gegen Kopfläuse und Kleiderläuse, keine gemeinsamen Kämme und Kleider oder Frotteewäsche zu benutzen.

Bei einem Befall mit Kopf- und Kleiderläusen muss das Gesundheitsamt/ die Schule etc. informiert werden und natürlich alle Kontaktpersonen. Hernach müssen Kleider, Handtücher und das Bettzeug desinfiziert werden. Die Wäsche sollte bei mindestens 60°C gewaschen werden. Plüschtiere und kleinere Wäschestücke können auch für 1-2 Tage in den Tiefkühler gelegt werden. Nicht waschbare Materialien sollten während mindestens 7 Tagen weggesperrt werden (Hungerquarantäne).

Für die Behandlung von Kopfläusen gibt es verschiedene Präparate und spezielle Nissenkämme.

Bei Tieren, die draussen leben oder Freilauf geniessen, können prophylaktisch Spot-on- Präparate verwendet werden. Gut verträglich ist beispielsweise Stronghold, das den Wirkstoff Selamectin enthält und sowohl gegen Rundwürmer als auch Ektoparasiten (Insekten und Milben) wirksam ist.

Das Präparat wird direkt auf das Genick des Wirtes aufgetragen. Für Säugetiere, die behandelt werden ist das Mittel ist ungefährlich, dennoch sollte darauf geachtet werden, dass es vom Tier nicht abgeleckt werden kann.

Ist es bereits zu einem Befall gekommen, muss man zusätzlich zur- Spot- on Behandlung auch die Lebensumgebung des Wirts kontrollieren. Zwar finden sich meist nur selten Läuse ausserhalb des Wirts, dennoch ist es sinnvoll die Liegedecke, Schlafplatz etc. wie oben beschrieben zu waschen oder einzufrieren.

Da Läuse auch als Überträger von Bandwürmern in Frage kommen, empfiehlt es sich, bei einem Flohbefall auch eine prophylaktische Entwurmungskur durchzuführen.



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