Asiatische Streifenhörnchen

Asiatische Streifenhörnchen


Erste Hilfe

 

Wenn ein Streifenhörnchen Krankheitssymptome zeigt, sollte man schnell und entschlossen handeln und ein Tierarzt konsultieren, denn nicht selten zählt jede Stunde!

Leider haben Streifenhörnchen die Tendenz, aus instinktiver Angst vor Fressfeinden, Krankheitssymptome möglichst lange zu verbergen, was dann leider dazu führt, dass man als Halter oft erst sehr spät erkennt, dass ein Streifenhörnchen krank ist.

Um keine wertvolle Zeit bei der Suche nach einem geeigneten Tierarzt zu verlieren, ist es daher ratsam, schon vorgängig nach einem kompetenten Spezialisten zu suchen, der sich mit Streifenhörnchen auskennt und dessen Praxis nicht allzu weit entfernt liegt.

Erste Hilfe für Streifenhörnchen

Aufgrund des geringen Körpergewichts verlieren Streifenhörnchen im Krankheitsfall oft sehr schnell an Gewicht, was mitunter schnell lebensbedrohliche Ausmasse annehmen kann. Man sollte keine Zeit mit Hausmittelchen oder Selbstmedikationen verschwenden, denn unter Umständen verliert man so nur kostbare Zeit, die einem Tierarzt am Ende fehlt, das Überleben des Streifenhörnchens zu sichern.

 

 

Erste Massnahmen


Als erstes sollte man Kontakt mit dem Tierarzt aufnehmen und ihm die Situation möglichst präzise schildern. Dieser entscheidet dann, ob es gegebenenfalls nötig ist, persönlich mit dem Streifenhörnchen in der Praxis zu erscheinen oder ob es beispielsweise ausreicht, eine Kotprobe oder einen Haarabstrich vorbei zu bringen. Je nach Situation ist der Tierarzt auch bereit, einen Hausbesuch zu machen.

Eventuell ist es ratsam, eine Bettflasche in die Transportbox zu legen, damit das Streifenhörnchen auf der Fahrt zum Tierarzt nicht auskühlt. Ausserdem empfiehlt es sich, die Box mit einem Tuch abzudecken, damit das Streifenhörnchen durch die vielen fremden Eindrücke nicht zusätzlich gestresst wird.

Da Streifenhörnchen noch nicht so lange als Haustiere gehalten werden, sind entsprechend viele Tierärzte mit den besonderen Eigenheiten von Streifenhörnchen noch nicht vertraut. Dies sollte man unbedingt vorher abklären. Sollte der Tierarzt tatsächlich noch keine Erfahrungen im Umgang und in der Behandlung von Streifenhörnchen haben, dann ist es wichtig zu betonen, wie flink Streifenhörnchen sein können. Leider kommt es trotzdem immer wieder vor, dass Streifenhörnchen während der Behandlung entwischen und sich dann irgendwo in der Praxis verkriechen. Im Krankheitsfall könnte eben dieser Stress, dem Streifenhörnchen den Rest geben!

Nach dem Tierarztbesuch, bzw. während der Genesungsphase, ist es unter Umständen angebracht, das Streifenhörnchen in einen separaten „Krankenkäfig“ umzusiedeln. Je nach Diagnose/ Krankheit sind verschiedene Massnahmen nötig, wie beispielsweise (medikamentöse) Behandlungen, der Verzicht auf Einstreu, aus hygienischen Gründen, der Verzicht auf Klettermöglichkeiten, aufgrund von Verletzungen, Päppelnahrung, Diäten, etc.

Ebenfalls wichtig ist eine ausreichende Wärmezufuhr, da das kranke Streifenhörnchen unter Umständen aufgrund des Gewichtsverlusts seine Körpertemperatur nicht mehr aufrecht erhalten kann. Ideal zum Wärmen ist eine Infrarot- Wärmelampe, die man etwa im Abstand von einem Meter anbringen sollte, damit dem Streifenhörnchen nicht zu warm wird. Eine zu intensive Hitze könnte dem Streifenhörnchen mehr schaden, als nützen, deshalb sollte man mit der Hand die Temperatur auf der Liegefläche testen. Ausserdem sollte die Wärmelampe so montiert werden, dass nur ein Teil der Krankenvoliere angestrahlt wird, damit sich das Streifenhörnchen bei Bedarf in einen geschützten Bereich zurückziehen kann. Ausserdem sollte man dem Umstand Rechnung tragen, dass die Wärme zu einem erhöhten Flüssigkeitsbedarf führt. Daher sollte darauf geachtet werden, dass der kleine Patient genug Flüssigkeit in Form von Wasser oder Obst zu sich nimmt.

 

Medikamente

Man sollte dem Streifenhörnchen nur Medikamente verabreichen, die der Tierarzt verschrieben hat. Selbstmedikationen könnten unter Umständen fatale Folgen haben.

 

Notizen

Es empfiehlt sich, alle Beobachtungen und Symptome mit Zeitangaben zu notieren, damit man dem Tierarzt entsprechend detaillierte Angaben machen kann.

 



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