Asiatische Streifenhörnchen

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Entzündliche Alopezie

 

Bei entzündlicher Alopezie gibt es folgende mögliche Ursachen :



Ektoparasiten (Läuse, Milben, Flöhe, Haarlinge, Zecken etc.)
Als Ektoparasiten (Aussenparasiten) bezeichnet man diejenigen Parasiten, die auf den äusseren Oberflächen (beispielsweise auf der Haut) ihres Wirtes leben. Ektoparasiten ernähren sich von Hautschuppen oder vom Blut der Wirte und können durch Hautirritationen oder Blutverlust direkten Schaden anrichten. Viele dieser Hautparasiten sind leider auch Überträger (Vektoren) von schwerwiegenden Erkrankungen, wie z.B. Borreliose.
Zu den Ektoparasiten zählt eine Vielfalt an parasitär lebenden Arthropoden (Gliederfüssern), die vor allem der Unterklasse der Acari (Zecken und Milben) bzw. der Klasse der Insecta (Flöhe, Läuse, Haarlinge, Stechmücken, Fliegen, Sandmücken etc.) angehören. Was man generell sagen kann ist, dass bei einem Befall mit Parasiten, deren Fitness gesteigert wird, die der Wirte jedoch zunehmend abnimmt.
Die klinischen Symptome eines Befalls mit Ektoparasiten hängen von der Art und Spezies dieser auf der Hautoberfläche lebenden Parasiten ab. Zu den typischen Symptomen bei Befall mit Flöhen, Milben, etc. zählen unter anderem:

Juckreiz und Kratzen
Reiben an Gegenständen
Intensives Beknabbern, das sogar offene Wunden erzeugen kann
Haarausfall
Schlechte Qualität des Haarkleids

Sind derartige Anzeichen zu bemerken, sollte man zwecks Bestimmung der Ursache einen Tierarzt aufsuchen.

Möglicherweise zeigt ein Tier aber auch trotz Ektoparasitenbefall keine Symptome (z.B. bei Zecken). Treten hinterher sekundäre Beschwerden auf, ist es dann oft schwierig, die genaue Ursache zu erkennen.

 

Bakterien
Follikulitis ist eine Entzündung die im Bereich der Haarwurzelscheide, bzw. der Haarfollikel auftreten kann. Eine Follikulitis kann durch verschiedene Bakterien wie beispielsweise Staphylokokken, Streptokokken, Proteus, oder auch durch Hefepilze wie Candida albicans ausgelöst werden. Symptome sind normalerweise weissköpfige Pickel, die sich im Bereich der Haarfollikel positionieren. Unbehandelt kann es zu einer tieferen, stärkeren Form von Follikulitis kommen, deren Symptome dann grössere, schmerzhafte rote Knoten sind. Unbehandelt kann Follikulitis den Haarfollikel gravierend verletzen, was in den betreffenden Bereichen zu Vernarbungen und kahlen Stellen führen kann, wo es dann keine sichtbaren Follikel, also auch keine Haare mehr gibt. Dies wird als “cicatriciale Alopezie” bezeichnet.

 

Pilze
Grundsätzlich können alle Haus- und Nutztiere von Hautpilzen befallen werden, wobei sich die mikroskopisch kleinen Organismen im Fell und auf der Haut ansiedeln können. Die Pilze erzeugen tausende von Pilzsporen, die allein der Weiterverbreitung dienen. Pilzsporen sind also allgegenwärtig, doch ein Eindringen in die Haut ist dann ermöglicht, wenn diese eine momentane Immunschwäche oder eine Verletzung aufweist. Auch Parasiten die auf und in der Haut leben, können die Verbreitung begünstigen. Bei erkrankten Tieren finden sich typischerweise Hautveränderungen, haarlose Stellen, die häufig kreisrund sind (nicht immer!). Meist sind diese haarlosen Stellen mit Schuppen oder Borken belegt und zur geschlossenen Felldecke hin mit einem roten, entzündlichen Randsaum begrenzt. Manchmal, aber nicht immer können diese Veränderungen zu Juckreiz führen. An derart vorgeschädigten Hautstellen haben Bakterien natürlich auch ein leichtes Spiel, was letztlich das Krankheitsbild deutlich verkompliziert und eine Diagnose erschwert. Darüber hinaus gibt es auch immer wieder atypische Verlaufsformen (je nach Tierart, Pilzart und Immunsystem) wodurch es zu variablen Hautveränderungen kommen kann. Deshalb sollten Tiere mit deutlichen Hautveränderungen frühzeitig untersucht werden, was meist eine Laboruntersuchung bei einem Tierarzt notwendig macht.

 

Psychogene Alopezie
Die Psychogene (Leck-)Alopezie ist einfach gesagt, eine Verhaltensstörung. Sie zeigt sich in einem krankhaft gesteigerten Putztrieb, welcher wiederum eine Hautentzündung (Dermatitis) mit Haarausfall (Alopezie) hervorrufen kann.
Hauptursache ist wahrscheinlich ein vom betroffenen Tier empfundener Verlust der Kontrolle über das eigene Territorium. Mögliche Ursachen dafür könnten beispielsweise sein, wenn neue Personen oder Tiere in den Haushalt einziehen (oder diesen verlassen), ein Umzug in ein anderes Domizil oder wenn ein Tier vorübergehend in einer anderen Umgebung gehalten wird (z.B. Tierpension). Aber auch andere Stress- und Konfliktsituationen können diese Verhaltensstörung auslösen, z.B. fehlende Versteck- und Rückzugmöglichkeiten.
Auch hier kann es durch die haarlosen Stellen zu denselben Sekundärproblemen kommen, wie bei der Atopischen Dermatitis.

 

Wichtiger Hinweis!

Eines möchte ich hier auch noch klar festhalten – Ich bin keine ausgebildete Fachfrau, sprich Tierärztin oder ähnliches! Ich habe zwar gewisse Erfahrungen in der Tierhaltung gemacht und setze mich auch nach Bedarf mal für ein paar Stunden an den PC oder hinter ein Buch, um zu recherchieren, dennoch kann ich keinen Tierarzt ersetzen!

 



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