Asiatische Streifenhörnchen

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Nicht entzündliche Alopezie

 

Bei nicht- entzündlicher Alopezie gibt es folgende mögliche Ursachen:



Anlagebedingte Alopezie (Erblich bedingter Haarausfall)

Androgenetische Alopezie (erblich, hormonell bedingter Haarausfall)

Der Begriff “Androgenetische Alopezie” bedeutet frei übersetzt “Haarausfall durch männliche Hormone”. Bei dieser erblich bedingten Störung entwickeln die Haarfollikel (Haarwurzeln) eine Überempfindlichkeit gegenüber männlichen Sexualhormonen (Androgenen), genauer gesagt gegen Dehydrotestosteron (DHT) das aus dem körpereigenen Hormon Testosteron stammt. DHT verkleinert die Haarfollikel, die daher nur noch eingeschränkt produzieren können, wodurch wiederum die Haare schneller ausfallen. Es gibt mehr männliche aber durchaus auch weibliche Betroffene und mit steigendem Alter nimmt der Grad der Alopecia androgenetica in der Regel zu.

 

Nicht anlagebedingte Alopezie (Störung des Immunsystems/Autoimmunreaktion)

Diffuser Haarausfall

Beim diffusen Haarausfall dünnt sich das Haar insgesamt aus. Als Ursachen kommen verschiedene Faktoren in Frage: Stoffwechselerkrankungen, Störungen des Immunsystems, Stress,  aber auch Mangelzustände oder Vitaminüberschüsse durch Fehlernährung oder Hormonumstellungen (hormonelle Imabalancen), wie sie etwa nach einer Geburt oder in der Pubertät auftreten, um nur einige Beispiele zu nennen. Hinzu kommen ausserdem auch die Einflüsse von Jahreszeiten, die nicht ausser Acht gelassen werden sollten (Fellwechsel). Komplizierend hinzu kommt, dass sich diffuse Haarausfallschübe oft mit der androgenetischen Alopezie kombinieren.

 

Stoffwechselbedingte Alopezie (Endokrine Stoffwechselkrankheiten)

Neben den bereits erwähnten Ursachen kann Haarausfall auch durch Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes Mellitus (Zuckerkranheit), Morbus Crohn (Entzündung der Darmwand), Cushing Syndrom (Überproduktion an Cortisol), Hypothyreose (Unterfunktion der Schilddrüse), selten auch eine Schilddrüsen-Überfunktion oder Anämie (einer Verminderung bzw. Missbildung roter Blutkörperchen) hervorgerufen werden.

 

Stressbedingte Alopezie

Ein wichtiger Faktor, der die Haare ebenfalls schwinden lässt, ist anhaltender starker Stress. Der genaue Mechanismus ist nicht geklärt. Vermutlich erhöht Stress die Konzentration von Botenstoffen wie etwa Noradrenalin am Haarfollikel, was über eine Reihe von Prozessen eine Entzündung in Gang setzt. Dies beendet die Wachstumsphase des Haares vorzeitig und die Haarwurzel geht in eine Ruhephase über.

 

Kreisrunder Haarausfall (Störung des Immunsystems)

Unter kreisrundem Haarausfall (Alopecia areata) versteht man einen runden, lokal begrenzten krankhaften Haarausfall, bei dem sich an mehreren Stellen kahle Flecken bilden. Seine Ursache ist noch nicht gänzlich erforscht. Als Auslöser werden entweder ein gestörtes Immunsystem oder psychische Faktoren vermutet. Eine weitverbreitete These ist, dass Immunzellen, die sich eigentlich um die Abwehr von Viren, Bakterien und Pilzen kümmern sollen, ihre Aktivität gegen die Zellen in den Haarwurzeln richten (Störung des Immunsystems/Autoimmunreaktion). Die Haare werden somit vom Immunsystem als „fremd“ erkannt und deshalb bekämpft. Dies geschieht, indem zunächst eine Entzündungsreaktion entsteht, die das Haarwachstum stört, was schliesslich zum Ausfallen des Haares führt. Oft wachsen diese kahlen Stellen auch ohne Behandlung wieder zu und sind daher lediglich zeitlich begrenzt. Jedoch kann der Haarausfall auch weiter fortschreiten und zum Verlust aller Kopfhaare (Alopecia totalis) oder auch zum Verlust aller Körperhaare (Alopecia universalis) führen.

Eine weitere These ist, dass  Alopecia areata durch psychische Gründe ausgelöst werden kann, also durch ein Schockerlebnis oder zu viel Stress. Darüber wird aber immer noch sehr kontrovers diskutiert. Man geht ausserdem davon aus, dass eventuell doch eine gewisse Vererbungskomponente vorliegt, da über eine familiäre Häufung berichtet wird.

 

Ernährungsbedingte Alopezie (Mangelernährung oder Vitaminüberschuss)

Mangelernährung und Vitaminüberschuss kann ebenfalls zu Alopezie führen. Ein erheblicher Mangel an den Vitaminen K, H, A und B sowie an den Spurenelementen Zink oder Selen, der durch einseitig Ernährung entsteht, kann ebenfalls Haarausfall auslösen. Auch eine massive Überdosierung an Folsäure, Vitamin A und C kann zum selben Effekt führen, besonders dann, wenn eine Nierenfunktionsstörung vorliegt.

Die Haarfollikel gehören mit zu den teilungsaktivsten Zellen des Körpers, was einen hohen Stoffwechselumsatz erforderlich macht, wodurch seinerseits Nährstoffe (Eiweiss, Fett und Kohlenhydrate), Vitamine und Spurenelemente benötigt werden. Weil viele dieser Substanzen keine Depots im Körper bilden können, ist der Organismus auf eine kontinuierliche Zufuhr dieser angewiesen.

In Mangelsituationen kann es daher aufgrund der Unterversorgung mit den entsprechenden Nähr- und Mineralstoffen zu diffusem Haarausfall kommen. Wenn der Ernährungsmangel lebensbedrohliche Ausmasse annimmt, so zieht der Körper die ursprünglich im Haarboden vorhandenen Nähr- und Mineralstoffe von dort ab, um sie anderweitig an lebenswichtigeren Stellen einzusetzen.

Folgende Vitamine und Spurenelemente können mit Haarausfall in Zusammenhang gebracht werden:

Vitamin B-Komplexe sind für den Aufbau von Haaren und Nägeln erforderlich.

Vitamin B-Mangelzustände sind zumeist komplex und betreffen mehrere Vitamine der B-Gruppe sowie Mineralien. Die Therapie bei B-Vitaminmangelzuständen sollte zunächst mit einer kombinierten Vitaminzufuhr im natürlichen Verband erfolgen, d.h. durch eine Kombination von Früchten, Getreide, Weizenkeime und Hülsenfrüchte.

Bei Vitamin C-Mangel kommt es im Extremfall zum Skorbut mit Zahnfleischbluten und zu einem Leistungsknick. Indirekt kann es dann über den blutungsbedingten Eisenmangel und Verhornungen der Follikelöffnungen zu Haarschaftstrukturschäden und Haarausfall kommen. Bei einer Kostkorrektur sind Obst insbesondere Citrusfrüchte zu empfehlen.

Vitamin A-Mangel kann vor allem Sehstörungen, ausgetrocknete Haut und Haarwachstumsstörungen verursachen. Aber auch eine Überdosierung mit der Folge einer Vitamin A-Vergiftung kann zu Haarausfall führen. Eine ausreichende Vitamin A-Versorgung ist durch den Verzehr von Karotten, Spinat,  und Broccoli zu erreichen.

Eisenmangel kann unter Anderem durch Blutverluste oder erhöhtem Eisenbedarf wie in der Schwangerschaft, Stillzeit oder in der Wachstumsperiode entstehen. Eisen findet sich beispielsweise im Spinat……

Kupfermangel kann zu Haarbildungsstörungen mit dünnen, zerbrechlichen Haaren führen. Kupferreiche Kost besteht u.a. aus Getreidevollkornerzeugnissen, Haferflocken, Weizenkeimen, Hülsenfrüchten, Trockenobst, Nüssen, Sonnenblumenkernen.

Zinkmangel kann zu Hautentzündungen, schlecht heilenden Wunden und Haarausfall führen. Da Zink vor allem in Fleisch, Käse, Milch und Eiern enthalten ist, sind besonders vegetarische Ernährungsformen problematisch.
Selbsttrauma

Dann gibt es noch Haarverlust entstanden durch ein Selbsttrauma (kommt nicht selten vor). Diese Ursache steht gewissermassen zwischen entzündlichen und nicht- entzündlichen Alopezien. Die Hautentzündungen entstehen dabei durch ein Selbsttrauma (lecken, beissen, reiben), dem Juckreiz vorangeht. Die Ursache für den Juckreiz kann, muss aber nicht infektiös sein. Es kann also sein, dass sich die entsprechende Stelle erst durch das Selbsttrauma entzündet oder dass die haarlose Stelle eine “Angriffsfläche” für Parasiten oder Pilze bietet.

 



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