Asiatische Streifenhörnchen

Asiatische Streifenhörnchen


Burunduk oder Tamiops Swinhoei?

 

Asiatischen Streifenhörnchen oder Chinesischen Streifenhörnchen?

Viele Laien sind sich nicht bewusst, dass es unterschiedliche Streifenhörnchen- Arten gibt, grundsätzlich kann man die Streifenhörnchen in drei Gruppen unterteilen. Asiatische Streifenhörnchen, Chipmunks (Nordamerikanische Hörnchen) und die Chinesischen Baumstreifenhörnchen.

Natürlich gibt es noch zahlreiche Unterarten, doch in der Tierhaltung (deutschsprachiger Raum) findet man vorwiegend die Asiatischen Streifenhörnchen und die Chinesischen Baumstreifenhörnchen.

 

 

 

Asiatische Streifenhörnchen

(Burunduks)

 

Chin. Baumstreifenhörnchen

(Tamiops Swinhoei)

   
Einzelhaltung!!!  

Paar-, oder Gruppenhaltung

Winterschlaf (vorwiegend Aussenhaltung) Halten keinen Winterschlaf
Backentaschen keine Backentaschen
Schlanker, etwas grösser Rundlich, etwas kleiner
Gute Kletterer Gute Kletterer
Gerne am Boden Selten am Boden
Klare Streifen weniger klare Streifen
Keine Ohrbüschel Ohrbüschel
Innen- und Aussenhaltung Vorwiegend Aussenhaltung
Riechen überhaupt nicht Riechen (Wildtiergeruch)
Herbst aggressiveres Verhalten keine Veränderung im Verhalten
Familie der Erdhörnchen Familie der Schönhörnchen
fressen aus der Hand fressen aus der Hand

 

Burunduk oder Tamiops Swinhoei

Im ersten Moment scheinen die Tiere gleich zu sein, doch es gibt zwischen ihnen erhebliche Unterschiede:
Das Burunduk ist ein absoluter Einzelgänger – die Tamiops Swinhoei müssen als Gruppentiere gehalten werden! Wobei es egal ist ob sie als reine Weibchen-WG, Männchen-WG oder als Paar gehalten werden.

Das asiat. Streifenhörnchen sieht seine Voliere als Revier an und viele schätzen es nicht, wenn Veränderungen in der Voliere vorgenommen werden bzw. hineingefasst wird. Die chin. Baumstreifenhörnchen sind extrem sozial, somit wird der Pfleger als Gruppenmitglied angesehen und jede Veränderung in der Voliere mit enormer Abenteuerlust begrüßt.

Das Burunduk verhält sich im Herbst, wenn es Vorräte zu bunkern beginnt, manchmal aggressiv (man nennt dieses Verhalten „herbsteln“) Das Tamiops Swinhoei legt keine Lager an, sondern versteckt recht tollpatschig seine Schätze bzw. vergräbt diese wie Eichhörnchen im Boden. Es gibt vom Verhalten her (außer dem Sammeltrieb) keine Änderungen.

Die asiat. Streifenhörnchen halten in der Außenvoliere einen Winterschlaf. Einige der Hörnchen halten sogar in der Wohnung einen Winterschlaf, wobei die Länge von Hörnchen zu Hörnchen variiert. Die chin. Baumstreifenhörnchen halten eine Winterruhe. Das heißt, sie sind jeden Tag eine Zeitlang auf Futtersuche, trinken und sind auch aktiv, durch das mangelnde Tageslicht sind sie jedoch nur kurze Phasen munter.

Einige Burunduks haben richtige Toilettenecken, der Urin riecht nicht. Bei den Tamiops Swinhoei wird mit Urin das Revier und die Gruppenzugehörigkeit markiert – es entwickelt sich ein herber Geruch.

Das asiat. Streifenhörnchen gehört zu den Erdhörnchen. Der Körper ist ca. 13 – 17 cm lang und hat einen bis zu 12 cm langen, buschigen Schwanz. Das chin. Baumstreifenhörnchen gehört zu den echten Schönhörnchen und ist ein Baumbewohner. Es hat einen gedrungenen Körperbau zwischen 8-10 cm und einen nicht ganz so buschigen Schwanz von ca. 8-12 cm. Es hat weiße Haarbüscherl an den Ohren.

Die Burunduks gibt es schon in verschiedenen Farbschlägen (natur, zimt, weiß). Die Tamiops Swinhoei sind naturfarben.

Die asiat. Streifenhörnchen haben eine ausgeprägte Körpersprache (hauptsächlich mit dem Schwanz), bei Paarungsbereitschaft pfeifen sie. Hingegen die chin. Baumstreifenhörnchen verständigen sich durch viele verschiedene Laute (pfeifen, zwitschern, fiepen,…).

Das Burunduk darf nur unter Aufsicht zur Paarung mit einem Partner zusammengelassen werden. Die Tamiops Swinhoei sind als Paar immer zusammen (bis auf wenige Ausnahmen nach der Geburt der Jungen).
Bei den asiat. Streifenhörnchen ist es kontrollierbar, wie oft ein Weibchen Junge (4-6 Junge) bekommt. Bei den chin. Baumstreifenhörnchen wird es zwischen 2-3x im Jahr Junge (4-6 Junge pro Wurf) geben.

Sowohl das Burunduk als auch die Tamiops Swinhoei benötigen in der Wohnung Freilauf – es ist selbstverständlich, dass die Tiere nicht aus den Augen gelassen werden dürfen, wobei gilt – 1 Burunduk ist leichter zu beobachten als ein Paar oder Rudel Tamiops Swinhoei (die zudem diese noch richtige Kobolde sind).

Zum Schluss noch. Die Voliere für ein Burunduk ist etwas kleiner als für eine Gruppe Tamiops Swinhoei. (Wobei bei jedem Tier gilt – eine Voliere kann nie zu groß sein!)

 

(Text: Birgit Radl  – www.baumstreifenhoernchen.at)



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